Die UWG hat in ihrer gestrigen Fraktionssitzung beschlossen, dass sie den CDU Kandidaten für die Position des hauptamtlichen Ersten Stadtrats nicht mitträgt. Damit bricht die UWG den Koalitionsvertrag, denn dieser regelt eindeutig, dass beim Sieg eines durch die UWG unterstützen Kandidaten bei der Bürgermeisterwahl der CDU das Vorschlagsrecht für den Ersten Stadtrat zusteht. Der Koalitionsvertrag wurde vor etwas mehr als einem Jahr vom UWG Vorsitzenden Christian Weiße und vom UWG Fraktionsvorsitzenden Markus Philipp so unterschrieben. Der UWG war vor dieser Entscheidung bewusst, dass dies das Ende der Koalition bedeutet, somit bricht die UWG den Vertrag vorsätzlich und beendet damit die Koalition. „Wir bedauern die Entscheidung der UWG, da sie Herrn Schnabel noch nicht einmal zu Gesprächen in ihre Fraktionssitzung eingeladen hat. So geht man nicht mit einem qualifizierten Kandidaten eines Koalitionspartners um“, so der CDU Fraktionsvorsitzende Manfred Jordis. Mit der Nominierung von Herrn Schnabel trägt die CDU Bad Nauheim der Forderung von Herrn Witzel nach einem Fachmann für das Amt des 1. Stadtrats von Bad Nauheim Rechnung. Wie sich aus der Historie nachvollziehen lässt, sind alle 1. Stadträte und Bürgermeister aus den Reihen der CDU für das Amt qualifiziert gewesen. So haben Dr. Werner Flach, Bernd Rohde, Konrad Dörner und Armin Häuser viel für die Stadt und ihre Bürger geleistet. Die CDU Bad Nauheim ist davon überzeugt, dass dies bei Herrn Schnabel ebenso der Fall ist. Die Zugehörigkeit zu einer Partei kann kein Nachteil sein, da dies gute Beziehungen zu weiteren ehrenamtlichen und hauptamtlichen Politikern mit sich bringt, denn Beziehungen sind immer nur von Nachteil für den, der sie nicht hat. Die Stadt Bad Nauheim hat eine gut arbeitende Verwaltung. Nicht die fehlende Bindung zwischen Verwaltung und Magistrat, sondern zu den Stadtverordneten und dem Parlament ist das aktuelle Problem in Bad Nauheim. Die Anbindung von Verwaltung und Magistrat ist durch die Wahl von Herrn Kreß vom Fachbereichsleiter zum Bürgermeister bereits garantiert. Jetzt ist es hingegen sinnvoll, die Anbindung des Magistrats an die Fraktionen zu stärken. Nur so ist die Umsetzung des politischen Willens und damit des Bürgervotums garantiert. Diese Aufgabe zum Wohle der Stadt lässt sich nur durch einen qualifizierten Kandidaten mit kommunalpolitischer Erfahrung lösen.

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